Haemophilie B

Die Hämophilie B gehört zu den wichtigsten vererbbaren Blutgerinnungsstörungen in der Rasse Rhodesian Ridgeback.

Die Erkrankung ist auf einen Mangel bzw. eine reduzierte Aktivität des Faktors IX zurückzuführen, der eine Schlüsselfunktion in der Blutgerinnungskaskade hat. Je nach Ausprägung kommt es zu einer leichten bis schweren Blu­tungsneigung. Anzeichen einer Hämophilie sind größere Hämatome, Nasenbluten, Haut-, Muskel- und Gelenksblutungen. Schwere Verläufe nach größeren Verletzungen oder Operationen können ohne Therapie oder Prophylaxe tödlich verlaufen. Die Erkrankung wird X-chromosomal – an ein Geschlechtschromosom gebunden – rezessiv vererbt. Daraus folgt: Rüden sind wesentlich häufiger betroffen als Hündinnen, da Rüden nur ein X-Chromosom besitzen. Der Besitz eines veränderten Chromosoms wird daher beim Rüden zur Erkrankung führen. Mit einer Häufigkeit von ca. 5 % treten heterozygote Genträger (Konduktorinnen) in der Rasse auf. Diese Hündinnen erkranken selbst nicht, geben das betroffene Allel aber weiter. 50 % der männlichen Nachkommen einer Trägerhündin erkranken. Theoretisch können auch Hündinnen erkranken, diese müssen aber auf beiden X-Chromosomen mit der Mutation behaftet sein.

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